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Dalmatiner in Not: Charlie
26.02.2019
Göppingen

Dalmatiner in Not: Charlie

Der knapp 4 Jahre alte Charlie sucht ein liebevolles Zuhause da sein Herrchen völlig überraschend vor 1 Woche verstorben ist.…
300 € Göppingen
Baden-Württemberg
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26.02.2019
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Buchtipp: Die zweite Chance: Hunde mit Vergangenheit

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  • Wie erkennt man eine seriöse Tierschutzorganisation?
  • Welche Verhaltensproblematiken können Tierschutzhunde haben und wie begegne ich Dir?
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Dalmatiner in Not

Leider geraten immer noch viele Dalmatiner in Not, weil ihre Besitzer die Rasse und ihre Ansprüche vor dem Kauf völlig unterschätzt haben. Schließlich ist der Dalmatiner hinsichtlich seiner Haltung sehr anspruchsvoll.

Trotzdem kaufen immer noch viele den gepunkteten Hund aufgrund seines hübschen und eleganten Aussehens, ohne sich mit den Besonderheiten der Rasse auseinanderzusetzen. Probleme sind so eigentlich immer vorprogrammiert.

Dalmatiner in Not
Es gibt viele Gründe warum ein Dalmatiner in Not gerät. Helfen Sie einem Dalmatiner der ein neues Zuhause sucht!

In den meisten Fällen handelt es sich um Unarten, die durch Beschäftigungsmangel und unzureichende Bewegung entstehen. Irgendwann wachsen dem Besitzer diese unerwünschten Verhaltensweisen über den Kopf und der Dalmatiner muss gehen.

So zahlreich geschehen im Jahre 1961. Es erschien der Disney-Zeichentrickfilm 101 Dalmatiner und die Rasse erlebte danach einen regelrechten Boom. Jeder wollte so einen gefleckten, lustigen Vierbeiner sein eigen nennen. Doch Realität und Film haben wie so oft nichts miteinander gemein. Viele Hunde wurden danach traurigerweise zu Notfällen, denn sie wurden zu anstrengend für ihre Besitzer und landeten in Tierheimen oder auf der Straße.

Es gibt aber noch eine Vielzahl weiterer Gründe, warum der Dalmatiner in Not geraten kann. Sie sollten sich dabei stets vor Augen führen, dass der Dalmatiner niemals Schuld an seiner Notlage hat. Er ist das Opfer widriger Umstände oder seine Besitzer hätten besser planen oder überlegen sollen.


Gründe für einen Dalmatiner in Not

Todesfall

Todesanzeige
Wenn Herrchen oder Frauchen stirbt, bleibt der Hund manchmal allein zurück.

Ein sehr trauriger und zugleich für den Hund sehr traumatisierender Grund ein Notfall zu werden. Wenn Herrchen oder Frauchen stirbt, bleibt der Hund manchmal allein zurück. Gibt es keine Angehörigen, möchte oder kann niemand den Hund nehmen, so landet der Dalmatiner im Tierheim.

Trennung der Besitzer

Der Dalmatiner gerät in Not durch die Scheidung der Besitzer.
Der Dalmatiner gerät in Not durch die Scheidung der Besitzer.

Während der Dalmatiner früher fester Bestandteil des Familien- oder Pärchenlebens war, so wird er nach einer Scheidung oder Trennung seiner Besitzer zu einer unliebsamen Erinnerung an die gemeinsame Zeit. Möglich wäre aber auch, dass die Haltung des Hundes durch die neuen Lebensumstände nicht mehr machbar ist.

Umzug

Wer eine Wohnung oder ein Haus zur Miete sucht, wird oft auf Widerstand stoßen, wenn es um die dortige Haltung eines Hundes geht. Darum sollten sich Hundehalter immer frühzeitig um eine neue Bleibe bemühen. Keinesfalls darf der Vierbeiner beim Umzug einfach verheimlicht werden. Auch eine Anschaffung ohne Rücksprache mit dem Vermieter sollte nicht stattfinden und kann böse enden. Insbesondere, wenn die Tierhaltung laut Mietvertrag überhaupt nicht oder nur unzureichend geregelt ist.

Auswandern

Zieht es Herrchen oder Frauchen dauerhaft in die Ferne, ist die Mitnahme des Hundes nicht immer möglich. Vielleicht ist der Hund bereits alt und Strapazen, wie ein langer Flug oder die Umstellung am neuen Wohnort sind für ihn nicht zumutbar. Gut möglich auch, dass seine Besitzer durch die neuen Gegebenheiten keine Zeit mehr für den Hund haben werden.

Tierhaarallergie

Mädchen beim Allergietest
Bitte vor dem Kauf eines Hundes prüfen ob eine Tierhaarallergie vorliegt.

Es macht durchaus Sinn, sich vor dem Kauf des Dalmatiners auf eine Allergie hin testen zu lassen. So gibt es später keine bösen Überraschungen. Allerdings können Allergien auch erst viel später im Leben entstehen. Selbst, wenn schon immer Tiere gehalten wurden. Ebenso ist denkbar, dass ein Kind nach der Geburt Symptome zeigt oder der neue Partner allergisch reagiert. Je nach Schweregrad der allergischen Reaktion wird der Dalmatiner also womöglich zu einer Belastung und gesundheitlichen Gefährdung.

Veränderungen im Berufsleben

Die Hundehaltung kostet Geld, und zwar nicht zu knapp. Logisch, dass Hundebesitzer also arbeiten müssen. Allerdings wurde vor dem Kauf meistens sichergestellt, dass neben der Arbeit immer noch ausreichend Zeit für den Vierbeiner bleibt.

Dies kann sich jedoch aus diversen Gründen ändern. Ein Jobwechsel oder andere Arbeitszeiten können die Hundehaltung zum Beispiel erschweren. Auch Schichtdienst oder häufige Geschäftsreisen sind unter Umständen problematisch. Natürlich kann auch Arbeitslosigkeit drohen und den Dalmatiner in Not geraten lassen.

Je nach Lage wäre sicherlich eine Fremdbetreuung des Hundes denkbar. Kurzfristig mag dies auch eine gute Lösung sein, aber wer nur noch sporadisch Zeit für den Dalmatiner hat, der denkt zum Wohle des Vierbeiners womöglich an eine Abgabe.

Finanzielle Probleme

Waren die Kosten für die Hundehaltung früher nie ein Problem, so kann sich dies manchmal ganz schnell ändern. Arbeitslosigkeit hat schon so manchen Hundebesitzer ins Straucheln gebracht. Teilweise helfen Tierschutzorganisationen vor Ort für eine Weile aus und die Tiertafeln versorgen besorgte Halter zumindest mit dem nötigen Futter, aber eine Dauerlösung ist dies alles sicherlich nicht.

Sind die Kosten einfach nicht mehr tragbar oder verursachen bereits Schulden, so muss gehandelt werden. Schweren Herzens wird der Dalmatiner zum Notfall und der Besitzer muss sich von ihm trennen.

Übrigens können auch Tierarztrechnungen einem ganz schnell über den Kopf wachsen. Eine komplizierte Operation oder eine chronische Krankheit kann teuer zu Buche schlagen. Darum ist ein finanzielles Polster oder alternativ eine Krankenversicherung für Hunde immer eine gute Idee.

Überfordert mit dem Dalmatiner

Dalmatiner in Not durch Überforderung
Dalmatiner in Not durch Überforderung

Für Überforderung gibt es zahlreiche Gründe. Vielleicht war der Dalmatiner bereits da, ehe sich plötzlich zweibeiniger Nachwuchs ankündigt. Ist das Baby erst geboren, kann die Kombination Kind-Hund nicht nur beängstigend auf neue Eltern wirken, sondern sie wird womöglich zur echten Herausforderung. Allen Ansprüchen gerecht zu werden ist schwierig. Das Kind benötigt natürlich sehr viel Aufmerksamkeit und der Hund bleibt vielleicht auf der Strecke und bekommt nicht mehr die Zuwendung und Beschäftigung, die er benötigt.

Überforderung kann jedoch auch (wie eingangs bereits erwähnt) durch die Rasse selbst entstehen. Wer die Bedürfnisse des Dalmatiners ignoriert oder sich deren Anforderungen schlichtweg nicht bewusst ist, sieht sich bald weniger einem Traumhund gegenüber, als einem unerzogenen Vierbeiner, der nicht mehr zu kontrollieren ist oder mit dem das Zusammenleben keinen Spaß macht.

Vielleicht wird auch der Zeitaufwand (Auslauf, Erziehung, Beschäftigung, Pflege etc.) unterschätzt oder die finanziellen Kosten werden sich vor der Anschaffung schön geredet. Auch privat kommen Einschränkungen hinzu und viele Kompromisse werden dem Hund zuliebe geschlossen werden müssen. Hinsichtlich Hobbys und Urlaubsplanung muss der Mensch häufig ebenfalls zurückstecken. Solch eine immense Verantwortung kann schließlich überfordernd oder unangenehm wirken.


Ich kann den Dalmatiner nicht mehr halten, was nun?

Sich einzugestehen, dass die Haltung des Dalmatiners nicht mehr machbar ist, ist sicherlich schwierig und die Entscheidung den Hund abzugeben wird bestimmt nicht leichtfertig getroffen. Wird der Dalmatiner aus schwerwiegenden Gründen, die sich nicht ändern lassen, zum Notfall, sollten Sie sich am besten zunächst selbst um eine Vermittlung Ihres Vierbeiners kümmern.

Die hat gleich mehrere Vorteile:

  • Der Dalmatiner bleibt bis zur Vermittlung bei Ihnen in seiner vertrauten Umgebung.
  • Sie lernen die neuen Besitzer kennen.
  • Sie wissen, wo Ihr Hund hinkommt und können womöglich sogar Kontakt halten.
  • Es ist stressfreier für Ihren Vierbeiner.

Auch sonst ist die Vermittlung über Kleinanzeigen eine gute Idee. Sie können z.B. Ihren Dalmatiner auf dieser Homepage kostenlos inserieren.

In dringenden Fällen ist manchmal aber nur die Abgabe in ein Tierheim oder auf eine private Pflegestelle möglich, die oft mit einer Tierschutzorganisation zusammenarbeitet. Solch ein Grund könnte zum Beispiel eine schwere allergische Reaktion auf den Dalmatiner sein.

Auch wenn es Ihnen schwerfallen sollte oder peinlich ist, den Dalmatiner in ein Tierheim zu bringen, sollten Sie über Ihren Schatten springen und es dem Wohle des Hundes zuliebe tun. So können Sie nicht nur seine Papiere dort abgeben, sondern dem Personal etwas über den Dalmatiner, seine Macken, Eigenheiten, Futtervorlieben, Ausbildungsstand und Abgabegründe erzählen. So können sich die Mitarbeiter besser auf das Tier einstellen und den Hund häufiger schneller wieder vermitteln.

Auf gar keinen Fall sollten Sie Ihren Dalmatiner einfach aussetzen. Dies ist herzlos und gemein. Stellen Sie sich den Stress, die Angst und die Verzweiflung vor, wenn seine Menschen ihn irgendwo anbinden, wegfahren und nie wieder kommen. Für den Dalmatiner sind Sie nicht nur sein Rudel, sondern seine Familie. Dies hinterlässt tiefe Spuren und kann den Hund traumatisieren.

Dalmatiner in Not abzugeben
Auch wenn es Ihnen schwerfallen sollte oder peinlich ist, den Dalmatiner in ein Tierheim zu bringen, sollten Sie über Ihren Schatten springen und es dem Wohle des Hundes zuliebe tun.

Es ist traurig genug zu sehen, wie vermeintliche “vierbeinige Familienmitglieder” jedes Jahr zur Ferienzeit wie Müll irgendwo abgeladen und angebunden werden. Vielleicht sogar an einer abgelegenen Stelle, wo niemand das Tier findet und womöglich ohne Wasser und Futter. In Panik verletzen sich solche ausgesetzten Hunde oftmals selbst oder gehen elendig ein. Ein trauriges Schicksal.

Sie könnten es übrigens auch bei dem Züchter versuchen, von dem Sie den Dalmatiner damals gekauft haben. Manchmal verlangen Züchter den Hund lieber zurück, bevor dieser an andere Menschen weiterverkauft wird. Dies könnte sogar im Kaufvertrag festgehalten worden sein.


Wo finde ich einen Dalmatiner in Not?

  1. Private Kleinanzeigen online oder in Zeitschriften sind eine gute Anlaufstelle, wenn Sie sich für einen Dalmatiner in Not entschieden haben.
  2. Stöbern Sie in den Anzeigen auf dieser Seite.
  3. Tierheime beherbergen bei Weitem nicht nur Mischlinge, sondern auch viele Rassehunde. Soll es unbedingt ein Dalmatiner sein, so rufen Sie die Tierheime in Ihrer Umgebung vorab an und fragen Sie speziell nach dieser Rasse.
  4. Tierärzte haben häufig ein Schwarzes Brett in der Praxis, wo Sie Angebote und Gesuche finden. Sie können auch einfach in der Praxis anrufen und fragen den Tierarzt oder die Tierarzthelfer.
  5. Wurde ein Dalmatiner zu seinem Züchter zurückgegeben, ist er von diesem meist etwas preiswerter wieder abzugeben. Gleiches gilt für ausgediente Zuchthunde, die nicht mehr zum Einsatz kommen und nun ihren Lebensabend genießen dürfen.
  6. Virtuelle Online-Tierheime haben sich der Vermittlung von Notfellen verschrieben. Wer nach einem Dalmatiner sucht, braucht dies nur in die Suchleiste dort eingeben und erhält eine Übersicht, über alle Dalmatiner und Dalmatiner-Mischlinge in Not.
  7. Tierschutzvereine, die sich speziell dem Dalmatiner verschrieben haben, arbeiten häufig eng mit privaten Pflegestellen zusammen oder unterstützen den Vorbesitzer tatkräftig bei der Suche nach einem neuen Zuhause für den Dalmatiner.
  8. Auch Tierheime und Auffangstationen aus dem Ausland suchen für ihre Schützlinge häufig ein neues Zuhause. Dabei wird grenzübergreifend nach neuen Besitzern gesucht und wer Glück hat, darf via Flugpate seine Reise zu seiner neuen Familie antreten.

Weitere Anlaufstellen im Internet für Dalmatiner in Not:


Ein Dalmatiner aus dem Ausland?

Der Dalmatiner ist in vielen Ländern ein populärer Hund. Somit ist es nicht verwunderlich, dass auch im Ausland viele Notfalldalmatiner und deren Mischlinge sitzen und auf ein neues oder sogar erstmaliges Zuhause warten. Viele Rassevertreter sind ihren Besitzern lästig geworden, kosten zu viel Geld oder die Verantwortung wurde unterschätzt. Entweder landen die Tiere dann im Tierheim oder schlimmstenfalls auf der Straße.

Zum Glück gibt es vielerorts liebe Tierschutzorganisationen, die Mischlinge und reinrassige Hunde von der Straße holen, gegebenenfalls aufpäppeln und medizinisch behandeln, um sie anschließend in liebevolle Hände und in ein Zuhause auf Lebenszeit zu vermitteln. Während der oftmals langen Wartezeit auf ein Zuhause werden die Hunde im besten Fall auf privaten Pflegestellen betreut und umsorgt.

Weniger Glück haben hingegen manchmal die Vierbeiner in den Auffangstationen und Tierheimen im Ausland. Sind diese zu voll wird, anders als in Deutschland, zu drastischen Mitteln gegriffen. Einige Hunde werden dann kurzerhand zu Tötungsstationen gebracht und dort eingeschläfert. Oftmals handelt es sich dabei um vollkommen gesunde und charakterlich gutmütige Vierbeiner. Selbst von den kranken Tieren könnte ein Großteil oftmals behandelt werden und wieder vollständig genesen.

Um solch ein trauriges Schicksal zu vermeiden, werden Notfelle immer auch über die Grenzen hinweg vermittelt. Jeder Hund, der aus der Tötungsstation gerettet wird, zählt. Um dies zu ermöglichen, suchen die Helfer oft nach Flugpaten, welche die Hunde auf ihrer Reise ins neue Zuhause ein Stück weit begleiten (www.flugpate.com).

Möchten Sie einem Dalmatiner aus dem ausländischen Tierschutz eine zweite Chance geben, bedenken Sie bitte, dass diese Hunde oftmals noch nicht viel gelernt haben und vielleicht schon lange auf der Straße lebten. Sie müssen sehr geduldig sein und es kann dauern, bis der Vierbeiner stubenrein wird oder lernt, anständig an der Leine zu laufen.


Dalmatiner in Not zu verschenken?

Selbst ein Notfallhund kann nicht einfach in liebevolle Hände verschenkt werden. Tierschutzvereine und Tierheime finanzieren sich überwiegend durch Spenden und die ehrenamtliche Tätigkeit von Helfern. Die zu vermittelnden Hunde werden darum immer mit einer Schutzgebühr abgegeben, um zumindest einen Teil der entstandenen Unkosten zu decken. Sie können sich jedoch meistens sicher sein, dass die Schutzgebühr für den Dalmatiner in keinem Verhältnis zu den Ausgaben steht, die für seine Pflege und Vermittlung bereits angefallen sind.

Weitere Gründe für eine Schutzgebühr bzw. Schutzvertrag sind:

  • Es soll sichergestellt werden, dass der Interessent Geldmittel hat und für den Hund sorgen kann.
  • Die Schutzgebühr soll möglichst vermeiden, dass der Dalmatiner aus einer Laune heraus gekauft wird.
  • Der Schutzvertrag stellt meistens sicher, dass bei Problemen, wie Überforderung und dergleichen ein Verkauf an andere Personen nicht gestattet ist und der Dalmatiner stattdessen an die Pflegestelle oder den Tierschutzverein zurückgegeben werden muss.
  • Im Vertrag steht meistens eine Kastrationsklausel, wenn es sich bei dem Notfall um einen Junghund oder gar Welpen handelt. So werden Vermehrer von vorneherein abgeschreckt. Ausgewachsene Hunde werden hingegen immer kastriert abgegeben.

Trotzdem liegt die Schutzgebühr weit unter dem eigentlichen Kaufpreis für einen reinrassigen Dalmatiner. Der Grund hierfür ist denkbar einfach. So sollen auch ältere Dalmatiner oder Vierbeiner mit Problemen (Unarten, gesundheitlich angeschlagen, scheu, ängstlich usw.) eine bessere Chance auf ein Zuhause gegeben werden.

Damit Sie einen Dalmatiner in Not aber bei sich aufnehmen können, reicht das Entrichten der Schutzgebühr allein nicht aus. Im Vorfeld finden häufig Gespräche statt, um Sie besser einschätzen zu können. Oftmals werden Sie auch von Tierheimmitarbeitern besucht, um zu sehen, ob Sie dem Hund überhaupt ein artgerechtes Zuhause bieten können. Auch die Chemie zwischen Hund und zukünftigem Halter ist wichtig, weshalb Sie den Dalmatiner bei gemeinsamen Gassirunden vorab besser kennenlernen sollen.

Eine kostenlose Abgabe des Dalmatiners ist also zumindest im Tierschutz ausgeschlossen. Anders sieht es hingegen aus, wenn der Dalmatiner einer Privatperson in Not ist und ein neues Zuhause sucht. Manchmal liegt den Besitzern mehr daran kompetente und liebevolle neue Menschen für den Hund zu finden, sodass der Preis nebensächlich oder gar unwichtig wird.


Die Vorgeschichte des Dalmatiners ist nicht immer bekannt

Wer sich für einen Dalmatiner in Not entscheidet, leistet aktiven Tierschutz und bietet einer verletzten oder einsamen Seele ein Zuhause. Doch nicht immer wissen Sie ganz genau, wen Sie sich da ins Haus holen. Dalmatiner aus dem Tierschutz haben mitunter viel erlebt. Womöglich saßen sie lange im Tierheim, wurden misshandelt, trauern, kennen das Zusammenleben mit den Menschen (noch) nicht, sind aggressiv oder skeptisch, wurden ausgesetzt, sind traumatisiert, lebten auf der Straße, waren oder sind krank, haben Parasiten und dergleichen. Es gibt sicherlich auch verhaltensauffällige Dalmatiner, die Unarten aufgrund von zu wenig Beschäftigung oder Mangel an Erziehung entwickelt haben.

Helfen Sie einem Dalmatiner in Not!
Helfen Sie einem Dalmatiner in Not!

Es kann mitunter sehr mühselig werden, dass Vertrauen des Vierbeiners zu gewinnen oder ihm unerwünschte Verhaltensweisen wieder abzutrainieren. Darum sind solche Notfelle auch in der Regel nichts für Hundeanfänger. Ein Dalmatiner in Not sollte immer in hundeerfahrene Hände! Vermeintlich “schlechte Manieren” müssen ebenfalls mit viel Geduld, Liebe und Konsequenz abtrainiert werden. Es wäre nämlich durchaus möglich, dass der Vierbeiner nicht stubenrein ist oder anderweitig die Hund-Mensch-Regeln erst lernen muss.

Es kann dauern, bis sich der Dalmatiner in Not in seine neue Familie und dortige Rolle einfügt. Werden Sie nicht ungeduldig und geben Sie dem Hund die Zeit, die er braucht. Eine feste Routine und tägliche Rituale können dem Vierbeiner helfen, sich zurechtzufinden und Vertrauen zu fassen.

Nichtsdestotrotz werden Tierheimmitarbeiter Ihnen natürlich so weit es geht Auskunft über den Hund geben. Auch die Vorbesitzer können (meist sehr detailliert) etwas über das bisherige Leben und den Ausbildungsstand des Dalmatiners verraten. Vorausgesetzt die bisherigen Halter sind ehrlich und reden mögliche Probleme nicht schön, um den Vierbeiner loszuwerden.

Pflegestellen sind ebenfalls sehr gut in der Lage, Ihnen etwas über den Dalmatiner zu erzählen. Der Hund lebt dort in einer Familie und oftmals sogar mit weiteren Tieren zusammen. Er nimmt am normalen täglichen Leben teil und somit kann Ihnen oftmals einiges berichtet werden zu:

  • Sozialverhalten
  • Verträglichkeit mit anderen Hunden, Katzen, Kleintieren
  • Trainingsstand
  • Charakter und Wesen
  • Eigenheiten
  • Mögliche Macken/Unarten
  • Alter (manchmal vom Tierarzt geschätzt)
  • Kinderfreundlichkeit
  • Vorgeschichte (Straßenhund, Fundhund, Vorbesitzer bekannt/unbekannt)
  • Vorlieben (Futter, Spiele)
  • Allgemeiner Gesundheitszustand und evtl. Krankengeschichte
Dalmatiner und Katze wartenauf Futter im Garten
Nicht jeder Dalmatiner verträgt sich mit Katzen

Mögliche Probleme bei einem Dalmatiner in Not

Ein Dalmatiner in Not ist also immer ein Hund mit Vorgeschichte. Doch leider ist diese eben nicht immer bekannt (z.B. ausgesetzter Hund oder Straßenhund). Dies macht es mitunter schwierig, den Vierbeiner einzuschätzen und auf seine speziellen Bedürfnisse einzugehen. Lange Wartezeiten in einer stressvollen Umgebung, wie einem Tierheim können dem Hund zusätzlich zu schaffen machen. Viele Hunde, die sich im Tierheim in der hintersten Ecke verstecken, blühen in einer liebevollen Umgebung oft geradezu auf, sind lebhaft, anhänglich und dankbar.

Folgende Probleme könnten Ihnen begegnen:

  • Scheu / fehlendes Vertrauen
  • Aggressives Verhalten / Angstbeißen
  • Meidet Menschen oder ein bestimmtes Geschlecht wegen schlechter Erfahrungen
  • Nicht stubenrein (oft bei Straßenhunden)
  • Unarten, wie permanentes Bellen, Sachen zerstören oder Ähnliches
  • Fehlende Erziehung
  • Traumatisiert durch Todesfall oder auch Misshandlungen
  • Gesundheitliche Probleme

Neben Problemfällen aus dem Tierschutz gibt es aber natürlich auch Dalmatiner in Not, die einfach nur Pech hatten (Trennung, Todesfall) oder deren Vorbesitzer sich um eine Vermittlung bemühen. In diesen Fällen, haben die Vierbeiner oft gar keine besonderen Probleme, sind gut erzogen, benötigen kein spezielles Training und müssen höchstens den Trennungsschmerz überwinden, wenn sie in eine neue Familie umziehen.


Es muss nicht immer ein Welpe sein – Eine zweite Chance für einen erwachsenen Dalmatiner

Hunde aus dem Tierschutz sind eher selten Welpen, sondern meist erwachsene Hunde. Und da diese nicht mehr (ganz) so niedlich sind, wie ein tapsiger kleiner Dalmatinerwelpe, warten sie oft länger auf ein neues Zuhause. Handelt es sich sogar um einen Senior, wird es noch schwieriger, eine Bleibe zu finden, wo der Vierbeiner seinen Lebensabend verbringen darf.

Dabei haben ausgewachsene Hunde meist ihre ganz eigenen Vorteile und sind den Jungspunden in vielerlei Hinsicht einen oder sogar zwei Schritte voraus:

  • Eine gewisse Grunderziehung wurde genossen
  • Sie sind meist stubenrein
  • Leinenführigkeit ist gegeben
  • Basiskommandos werden beherrscht
  • Können ein paar Stunden alleine bleiben
  • Wissen sich im Haus oder auch unterwegs zu benehmen

Hinzu kommt, dass gerade oftmals die grauen Schnauzen sehr anhänglich, dankbar und verschmust sind. Sie sind oft auch ruhiger und benötigen ein geringeres Bewegungspensum, als ihre jugendlichen Artgenossen. Bedenken Sie außerdem, dass der Dalmatiner eine Lebenserwartung von durchschnittlich 10 bis 13 Jahren hat. Wer sich für einen erwachsenen Dalmi entscheidet, kann also durchaus noch viele schöne Jahre mit dem Hund verbringen.


Was bedeutet es, einem Dalmatiner in Not ein neues Zuhause zu schenken?

Nur wenn ein Hund erfolgreich in ein neues Zuhause vermittelt werden kann, ist es für einen anderen Notfall möglich nachzurücken und ebenfalls auf liebe Menschen zu hoffen. Wer einem Dalmatiner in Not eine Chance gibt, leistet also einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz.

Einen Dalmatiner aus dem Tierschutz zu übernehmen bedeutet jedoch auch eine Menge Verantwortung. Immerhin sollen Sie das endgültige Zuhause für den Hund sein und sich kompetent um Ihren Schützling kümmern. Treffen Sie die Entscheidung darum nie leichtfertig oder aus einer Laune heraus. Stellen Sie sich vor, diese arme Seele wird ein weiteres Mal enttäuscht und ins Tierheim zurückgegeben oder wandert von einer Pflegestelle zur nächsten. Das Vertrauen in die Menschen würde nachhaltig zerstört werden.

Wer allerdings geduldig ist und auf die Bedürfnisse des Dalmatiners eingeht, wird hingegen mit viel Liebe überhäuft und erhält einen anhänglichen und treuen Begleiter. Notfallhunde sind meist sehr dankbar über ein warmes Plätzchen und Menschen, die sich kümmern, die mit ihnen spielen, sie streicheln und versorgen. Es gibt keinen Kampf um Nahrung, dafür viel Zuneigung, Pflege und Beschäftigung.


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