Sind Sie auf der Suche nach einem Dalmatiner Welpen, Dalmatiner Mix, Dalmatiner Deckrüden oder möchten Sie einem Dalmatiner In Not helfen? Hier gibt es Dalmatiner Anzeigen.

Warum sollte ich meinen Dalmatiner impfen lassen?

Einige Hundehalter lassen ihre Vierbeiner prinzipiell nicht impfen, während andere diese wichtige Vorsorgemaßnahme schlichtweg vergessen oder vor sich herschieben. Diesen Impfverweigerern beziehungsweise impfmüden Besitzern ist es zu verdanken, dass die Impfrate in Deutschland deutlich rückläufig ist. Dabei müsste ca. ein Drittel aller Hunde gegen die gängigsten Krankheiten geimpft sein, damit ein Herdenschutz entsteht.

Spritze mit Impfserum
Dalmatiner impfen: welche Impfungen sind absolut nötig? Wie oft muss muss eine Auffrischungsimpfung erfolgen?

Eine hohe Impfrate würde also gleichzeitig auch alle ungeimpften Vierbeiner mit schützen. Darunter fallen vor allem Welpen, die noch zu jung für eine Injektion sind, aber auch alte und immungeschwächte Vierbeiner. All diese Kandidaten träfe eine Infektion nämlich besonders hart und gerade Welpen sterben teilweise innerhalb kürzester Zeit, da ihr Immunsystem noch unreif ist und die Körper der Kleinen noch zu schwach für den Kampf gegen eine solch schwere Krankheit ist.

Und wenn Impfgegner sagen, dass ihr Hund noch nie eine schlimme Krankheit hatte, dann ist dies womöglich einfach dem Umstand geschuldet, dass in seiner näheren Umgebung die meisten Vierbeiner geimpft sind und es somit zu keiner Ansteckung gekommen ist bisher. Die Empfehlung seinen Hund impfen zu lassen hat nämlich absolut nichts mit Verschwörungstheorien zu tun oder einer gierigen Pharmaindustrie. Letztere würden an erkrankten Hunden sowieso weitaus mehr verdienen, als an einer kleinen Injektion alle paar Jahre.

Die in Deutschland zugelassenen Impfstoffe sind sowieso seit Jahrzehnten erprobt und gut verträglich. Sie unterliegen strengen Kontrollen und müssen Sicherheitsstandards erfüllen. Natürlich können wie bei jedem anderen Medikament auch Nebenwirkungen auftreten, diese sind jedoch mild und schwerwiegende Folgen oder Komplikationen sehr sehr selten. Der Nutzen überwiegt demnach bei Weitem das kleine Restrisiko.

Selbst, wenn nicht alle Hundekrankheiten tödlich verlaufen, können Sie Ihrem Dalmatiner dieses unnötige Leid und mögliche Langzeitfolgen ersparen, wenn Sie ihn impfen lassen. Zudem leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz anderer Hunde und Haustiere.

Die Ansteckungswege sind sehr einfach und jederzeit möglich

Der Dalmatiner ist eigentlich auf jeder Gassirunde der potenziellen Gefahr ausgesetzt, sich mit Bakterien oder Viren anzustecken. Das Schnüffeln am Kot anderer Tiere reicht schon aus, um sich eine Infektion einzuhandeln. Ein Grund mehr übrigens, warum Hundebesitzer den Kot ihrer Schützlinge gewissenhaft aufsammeln sollten. Erreger können aber auch über verunreinigtes Wasser aufgenommen werden. Beispielsweise, wenn Ihr Dalmatiner im Sommer gern aus Pfützen trinkt oder in Tümpeln und Seen badet.

Anschließend ist Ihr Hund infiziert, wirkt aber zunächst noch kerngesund. Allerdings ist er je nach Krankheit sehr schnell eine Ansteckungsquelle für andere Vierbeiner, ohne dass Sie auch nur eine Ahnung davon haben. Ein Umstand, der deutlich macht, wie leichtsinnig und unverantwortlich es ist, seinen Hund nicht impfen zu lassen. Sie gefährden nicht nur Ihren eigenen Dalmatiner, sondern die Tiere anderer Hundehalter gleich mit. Es kann nämlich unter Umständen sehr lange dauern, bis sich die ersten Symptome zeigen. Bis dahin haben sich vielleicht schon etliche Vierbeiner bei Ihrem Dalmatiner angesteckt.

Je nach Umfeld des Vierbeiners, seinen Haltungsbedingungen und dem allgemeinen Gesundheitszustand, kann das Risiko für Hundekrankheiten entweder sehr gering ausfallen oder erhöht sein. Vollkommen ausschließen lässt sich die Gefahr jedoch nie und es bleibt immer ein Restrisiko! Warum also das Wagnis eingehen, wenn sich gefährliche Infektionskrankheiten einfach mit einem kleinen Nadelstich vermeiden lassen?

Darüber hinaus leisten Sie mit einer Impfung einen wichtigen Beitrag zu einer schönen Lebenserwartung Ihres Dalmatiners. Schließlich darf nur ein gesunder Hund auf eine lange Lebensspanne hoffen und der kleine Pikser beim Tierarzt hilft ihm dabei, fit und geschützt zu bleiben. Denn selbst, wenn der Dalmatiner eine gefährliche Krankheit, gegen die er nicht geimpft war, überstanden hat, können Langzeit- oder Spätfolgen auftreten, welche die Lebenserwartung verkürzten könnten.

Zudem sei angemerkt, dass solche Hundekrankheiten neben Schmerzen und gesundheitlichen Konsequenzen auch hohe Tierarztkosten verursachen können, die weit über den Preis einer Impfung hinausgehen können. Und dabei ist ein Therapieversuch noch nicht einmal unbedingt von Erfolg gekrönt. Trotz tierärztlicher Behandlung führen solche Krankheiten manchmal zum Tod. Darum sind Impfungen eine wichtige Präventivmaßnahme.


Muss ich meinen Dalmatiner impfen lassen?

Nicht unbedingt. In Deutschland gibt es nämlich so etwas wie eine Impfpflicht nicht. Es ist allein dem Urteil des Hundebesitzers überlassen ob und gegen was er seinen Vierbeiner impfen lassen möchte. Allerdings sollten Sie sich bewusst sein, dass Ihr Vierbeiner ungeimpft nicht nur ein Risiko für andere Hunde ist und er womöglich selbst auch unnötig leiden muss, sondern Sie ihn außerhalb Deutschlands nicht mit in den Urlaub nehmen können. Eine Tollwutimpfung ist immer Pflicht, wenn ein Hund über die deutsche Grenze hinaus mitgeführt wird.

EU-Heimtierausweis
Die Impfung gegen Tollwut und der Nachweis im EU-Heimtierausweis sind gesetzlich in praktisch allen europäischen Staaten für die Einreise von Hunden erforderlich.

Wie bereits erwähnt, ist die Behandlung solcher gefährlichen Krankheiten zudem weitaus kostspieliger, als eine kleine Spritze alle paar Jahre. Wer sich mit den Krankheitsbildern, deren Komplikationen, Folgen und Schmerzen auseinandersetzt, wird darüber hinaus hoffentlich erkennen, dass eine Impfung keine Geldmacherei der Pharmaindustrie ist, sondern einen wichtigen Schutz für Ihr Tier darstellt.


Was sind die wichtigsten Impfungen für meinen Dalmatiner?

Die ständige Impfkommission Vet. gibt Empfehlungen heraus, in denen beschrieben wird, welche Impfungen als Core-Impfungen angesehen und somit allen Tierbesitzern wärmstens ans Herz gelegt werden. Auch, wenn diese in Wirklichkeit nicht verpflichtend verabreicht werden müssen, sind sie als absolut notwendig anzusehen, um die gesamte Hundepopulation vor den Gefahren böser und langwieriger Krankheiten zu schützen. Jeder Hundehalter sollte zumindest diese 5 Core-Impfungen als „Pflichtübung“ ansehen und seinen Vierbeiner dagegen impfen lassen.

Zu den wichtigsten Impfungen gehören aktuell:

  • HCC
  • Leptospirose
  • Staupe
  • Tollwut
  • Parvovirose

Es gibt noch eine Reihe weiterer Impfungen, die allerdings nur bei bestimmten Risikofaktoren für den Dalmatiner infrage kommen. Sie werden als Non-Core-Impfungen beschrieben. Ihr Tierarzt wird dazu den Verwendungszweck Ihres Dalmatiners in Erfahrung bringen, Sie über sein Wohnumfeld und seine Gewohnheiten befragen.

Jagt Ihr Dalmatiner? Wird er für die Zucht eingesetzt? Gehen Sie mit ihm auf Ausstellungen oder zum Hundesport? Leben Sie in einem Gebiet, in dem häufig Zecken vorkommen? Beantworten Sie eine oder alle Fragen mit Ja, könnten weitere Impfungen für Ihren Hund in Betracht kommen. Ihr Tierarzt wird Sie beraten und einen Impfplan erstellen, der perfekt auf Ihren Dalmatiner zugeschnitten ist.

Weite mögliche Impfungen (Non-Core-Impfungen) sind:

  • Herpesvirus
  • Babesiose
  • Zwingerhusten
  • Borreliose

Tollwut

Tollwut beim Dalmatiner
Tollwut ist beim Dalmatiner – auch wegen den Impfungen – selten

Obwohl die Tollwut in Deutschland und anderen Teilen Europas als nahezu ausgerottet gilt, ist dies kein Freischein, seinen Hund nicht gegen die gefährliche Krankheit impfen zu lassen.

Zwar wurde das Lyssavirus, welches für die Krankheit verantwortlich ist, durch groß angelegte Impfkampagnen zurückgedrängt, aber vereinzelt kommen immer noch Tollwutfälle vor.

Füchse, welche immer noch als potenzielle Verbreitungsherde gelten, wurden beispielsweise mit präparierten Impfködern immunisiert. Trotzdem gibt es noch infizierte Wildtiere, darunter beispielsweise Fledermäuse. Nach Deutschland geschmuggelte Hunde, wie etwa die berühmt-berüchtigten Wühltischwelpen, könnten das Virus ebenfalls in sich tragen und eine Gefahr für andere Tiere und natürlich den Menschen werden.

Die Tollwut hat eigentlich immer einen tödlichen Ausgang. Es gibt nur eine Handvoll Fälle weltweit, bei der das Virus aufgehalten werden konnte. Bekannterweise erfolgt eine Ansteckung in der Mehrheit der Fälle durch einen Biss. Eine Infektion ist jedoch ebenfalls über Kratzer und Wunden oder die Schleimhäute denkbar.

Wichtig ist natürlich zu wissen, dass Tollwut zu den Zoonosen gehört. Dies bedeutet, dass ein infiziertes Tier nicht nur Ihrem Dalmatiner gefährlich werden kann, sondern auch Ihnen und Ihrer Familie. Das Lyssavirus ist also keinesfalls artspezifisch, sondern befällt Tiere als auch Menschen. Einen Schutz bietet nur eine Impfung.

Falls Ihr Dalmatiner mit einem infizierten Tier Kontakt hatte, gibt es für ihn keine Rettung mehr. Ein Tierarzt kann und darf keinen Rettungsversuch unternehmen, sondern muss den Vierbeiner leider sofort einschläfern. Ein Versuch ist sogar ausgeschlossen, wenn es sich nur um den bloßen Verdacht handelt, dass Kontakt zu einem tollwutinfiziertem Tier bestanden hat.

Ist die Tollwutimpfung Ihres Hundes auf dem neuesten Stand, er hatte aber (vielleicht) Kontakt zu einem tollwütigen Tier, sollten Sie den Dalmatiner trotzdem sofort einem Veterinär vorstellen. Dieser wird eine unterstützende Therapie einleiten.

Falls Sie selbst den Verdacht haben oder sogar wissen, dass Sie Kontakt zu einem tollwütigen Tier hatten, reinigen Sie die Wunde mit reichlich Wasser und Seife für mindestens 5 Minuten und suchen Sie möglichst rasch einen Arzt oder ein Krankenhaus auf. Sie werden in unterschiedlichen Intervallen Spritzen erhalten, welche den Ausbruch der Krankheit verhindern sollen. Dies wird Postexpositionsprophylaxe genannt und ist ein Rennen gegen die Zeit. Erfolgt eine Behandlung rasch, ist eine Heilung absolut möglich. Sind die Viren allerdings bereits bis zum Gehirn vorgedrungen, ist eine Heilung ausgeschlossen.

Oft tritt der Tod anschließend nach nur wenigen Tagen ein und es zeigen sich zuvor die typischen Anzeichen von Tollwut:

  • Probleme beim Schlucken
  • Atemnot / Atemprobleme
  • Hyperventilieren
  • Angst vor Wasser
  • Lähmungen
  • Vermehrtes Speicheln
  • Schaum vor dem Mund (auch ohne dieses typische und vielen Menschen bekannte Anzeichen kann ein Tier infiziert sein!)
  • Nervöses Verhalten
  • Hängende Zunge
  • Erbrechen
  • Bissiges / aggressives Verhalten, welches oft als „Rasende Wut“ bezeichnet wird
  • Fieber
  • Heiser klingendes Bellen
  • Bissstelle schmerzt

Eine vorbeugende Impfung für Menschen ist übrigens nur nötig, wenn ein erhöhtes Risiko besteht und Sie beispielsweise in Gebiete reisen, in denen Tollwut vermehrt auftritt. Auch bestimmte Berufsgruppen brauchen eine Tollwutimpfung zum Schutz vor dieser gefährlichen Krankheit.


Parvovirose

Das aggressive Parvovirus ist äußerst widerstandsfähig und kann unter optimalen Bedingungen für Monate infektiös bleiben. Selbst viele Desinfektionsmittel versagen, wenn es um die Entfernung der Viren geht und gängige Haushaltsreiniger vermögen es gar nicht erst von Oberflächen und Böden zu entfernen.

Dies ist besonders fatal, da die Ansteckungswege für Parvovirose ausgesprochen einfach sind:

  • Direkter Kontakt zu kranken Hunden und anderen Tieren
  • Schmierinfektion
  • Schnüffeln am Kot anderer Tiere
  • Infektion über Speichel oder Erbrochenes
  • Sie selbst können die Viren mit der Kleidung und den Schuhen nach Hause tragen
  • Ausbreitung über gemeinsam genutzte Näpfe oder Schlafplätze
  • Ansteckung durch kontaminierte Oberflächen
  • Bestimmte Berufsgruppen bergen ein erhöhtes Risiko, wie beispielsweise Tierärzte, Tierheimmitarbeiter, Tiertrainer usw.

Welpen trifft eine Infektion mit Parvovirose oft besonders hart und sie werden innerhalb kürzester Zeit von der Krankheit dahingerafft. Sehr schwere Verläufe sorgen aber auch bei erwachsenen Hunden innerhalb nur eines Tages für den Tod des Vierbeiners. Dieser tritt so plötzlich ein, dass oft noch nicht einmal Anzeichen für eine Krankheit gezeigt wurden. Die Todesursache war dann oft eine durch das Parvovirus hervorgerufene Herzmuskelentzündung oder Entzündungen des Dünndarms. Letzteres verursacht einen sehr hartnäckigen und wässrigen Durchfall, in dem Blutbeimengungen eindeutig zu erkennen sind.

Hat sich Ihr Dalmatiner mit Parvo angesteckt, wird er nach spätestens 7 Tagen die ersten Symptome für die Erkrankung zeigen. Die Inkubationszeit ist mit 2-3 Tagen nämlich ausgesprochen kurz.

Zu den typischen Anzeichen für Parvovirose zählen:

  • Sehr wässrige Durchfälle
  • Austrocknung
  • Würgen/Erbrechen
  • Herz- und Kreislaufprobleme
  • Schlechtes Trinkverhalten
  • Bauchschmerzen
  • Abgeschlagenheit
  • Fieber oder Untertemperatur
  • Blutbeimengungen im Kot
  • Anzahl weißer Blutkörperchen ist rückläufig (Blutbild)

Um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, sollte ein Hund mit Parvo immer auf die Isolierstation in der Tierklinik. Um der Dehydration entgegenzuwirken, wird der Vierbeiner dort Infusionen bekommen. Futter erhält er zunächst jedoch nicht. Hat der Dalmatiner eine zu niedrige Temperatur, ist ausreichende Wärme nötig. Häufig kommen bei Parvovirose auch Passivimpfungen zum Einsatz sowie Antibiotika.

Es ist übrigens falsch anzunehmen, dass das Parvovirus artspezifisch ist, auch wenn dies lange Zeit so angesehen wurde. Mutationen ermöglichen es dem Erreger, auch andere Wirtstiere zu nutzen. Halten Sie neben dem Dalmatiner also beispielsweise noch Katzen, so müssen stets alle Tiere geimpft werden.


HCC (Hepatitis Contagiosa Canis)

HCC wird durch das aggressive und sehr ansteckende Adenovirus ausgelöst. Es verursacht eine ansteckende Leberentzündung und auch hier sind die Ansteckungswege wieder sehr einfach:

  • Kontakt zu einem infizierten Tier
  • Durch Kot und Urin
  • Auch andere Körperflüssigkeiten können ansteckend sein, wie etwa der Speichel oder Erbrochenes
Hepatitis Virus Cell
Hepatitis wird durch das aggressive und sehr ansteckende Adenovirus ausgelöst.

Welpen sind leider wieder besonders gefährdet. Die Krankheit verläuft bei ihnen oft sehr schwer und sehr schnell und häufig sogar tödlich. Auch erwachsene Hunde können an der Krankheit sterben. Sollten sie HCC überleben, so scheiden sie anschließend noch monatelang die Erreger aus und sind hochgradig ansteckend. Eine Behandlung gegen diese Lebererkrankung kann allerdings immer nur symptomatisch erfolgen.

Bei HCC werden drei unterschiedliche Schweregrade bzw. Verläufe der Krankheit beschrieben:

1. Perakuter Verlauf

Der heftigste Verlauf der Krankheit, bei welcher der Tod innerhalb nur weniger Stunden eintritt. Das Fatale: Der Hund zeigt zuvor oft nicht einmal Symptome, die auf ein Problem oder eine Erkrankung hinweisen.

2. Akuter Verlauf

Hier kann die Abgrenzung zur Staupe zunächst etwas problematisch werden, da sich die Symptome sehr ähneln.

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Typische Fieberkurve
  • Vermehrtes Trinken
  • Einblutungen in Schleimhäute oder im Auge
  • Gelbsucht
  • Wässriger Ausfluss aus Nase und/oder Augen
  • Die Lymphknoten im Kopfbereich sind geschwollen
  • Gestörte Blutgerinnung

3. Chronischer Verlauf

Leider zeigen betroffene Hunde manchmal keinerlei Symptome oder die Anzeichen für eine Erkrankung sind sehr unspezifisch und lassen die Vermutung zunächst nicht auf HCC fallen. Die Krankheit wird langsam aber sicher chronisch und geht mit Schädigungen von Leber und manchmal auch Nieren einher. Es kommt vor, dass betroffene Vierbeiner ein eingetrübtes Auge haben (Blue-Eye-Syndrom). Es können auch beide Augen betroffen sein.


Leptospirose (Stuttgarter Hundeseuche)

Leptospirose zählt zu den Zoonosen und ist somit auf den Menschen übertragbar. Ein plausibler Grund, warum ein erkrankter Hund umgehend dem Veterinäramt gemeldet werden muss.

Ebenso ist dieser Umstand für die Ständige Impfkommission Vet. Grund genug, die Leptospiroseimpfung immer noch zu den Core-Komponenten zu zählen, wohingegen die WSAVA (World Small Animal Veterinary Association) sie nur bei besonderen Risikofaktoren für angemessen erhält.

Leptosipirose
Impfung gegen Leptospirose, der Stuttgarter Hundeseuche

Da Leptospirose wieder etwas auf dem Vormarsch ist und die Fallzahlen in Deutschland steigen, wäre etwas mehr Impffreudigkeit also durchaus wünschenswert.

Die Krankheit verbreitet sich über den Urin infizierter Tiere. Dies können Haus- aber auch Wildtiere sein. Ratten sind beispielsweise bekannt dafür, die Bakterien großflächig zu verteilen und eine Ansteckung kann somit auf jedem Spaziergang geschehen.

Dabei ist nicht nur eine orale Aufnahme der Erreger möglich, sondern der Dalmatiner kann sich auch über die Haut und die Schleimhäute anstecken. Beim Baden in Gewässern beispielsweise. Das Teilen von gemeinsamen Schlafplätzen oder das Benutzen desselben Fressnapfes kann ebenfalls zu einer Ansteckung führen. Ebenso werden Erreger während des Spielens weitergegeben oder bei gegenseitigem Belecken.

Todesfälle sind bei Leptospirose keinesfalls selten. Dies gilt besonders für alte Hunde und Welpen. Dabei kann die Krankheit sehr plötzlich auftreten oder aber sehr langsam und chronisch verlaufen.

Würde sich Ihr Dalmatiner mit Leptospirose anstecken, so würde der Erreger zunächst in die Blutbahn gelangen und sich dort verbreiten. Anschließend kommt es zu Schädigungen diverser Organe, aber besonders häufig sind Nieren, Leber und Milz betroffen. Da es sich bei der Stuttgarter Hundeseuche um eine bakterielle Erkrankung handelt, wird der Hund mit Antibiotika therapiert. Bei sehr schweren Verläufen kommt manchmal auch Sauerstoffgabe infrage oder der Vierbeiner benötigt eine Blutwäsche (Dialyse).

Leider schützt eine Leptospiroseimpfung Ihren Dalmatiner nicht vor allen Erregern dieser Krankheit. Die eingesetzten Impfseren schützen ihn nur vor bestimmten Erregerstämmen. Dies sind allerdings die Gängigsten. Ein weiteres Plus der Impfung: Ihr Hund scheidet nach Kontakt mit Leptospirose selbst keinerlei Bakterien aus und ist somit auch keine Gefahr für andere Hunde und Tiere.

Zu den Symptomen für Leptospirose zählen:

  • Zittern
  • Fieber
  • Frisst schlecht oder Fressen wird komplett verweigert
  • Blutbeimengungen in Kot
  • Atemprobleme
  • Nierenentzündungen
  • Husten
  • Mattigkeit/Abgeschlagenheit
  • Magen- und Darmprobleme

Staupe (Canine Distemper)

Das Staupevirus ist sehr aggressiv und eine Ansteckung über Tröpfcheninfektion leider auch noch sehr einfach. Die Fallzahlen für die Erkrankungen steigen wieder, was nicht nur der Impfmüdigkeit einiger Hundebesitzer geschuldet ist, sondern auch der Tatsache, dass jedes Jahr zahlreiche Hunde nach Deutschland geschmuggelt werden.

Die Rede ist von den illegal nach Deutschland gebrachten Billigwelpen aus dem Osten.

Staupe Virus unter dem Mikroskop
Das Staupevirus ist sehr aggressiv und eine Ansteckung über Tröpfcheninfektion leider auch noch sehr einfach.

Schließlich nehmen deren „Züchter“ (oder besser Vermehrer) es mit Hygiene und Impfugen nicht so genau und zielen mit den viel zu jungen Welpen lieber auf schnellen Gewinn ab. Dabei sind die Haltungsbedingungen schlecht und nicht artgerecht. Elterntiere und Welpen hausen nicht selten in dreckigen und viel zu kleinen Käfigen auf engsten Raum. Gepflegt und umsorgt werden die Tiere nicht und Krankheitserreger verbreiten sich beispielsweise über verschmutze Näpfe und Oberflächen rasend schnell.

Oft werden diese kleinen Racker also bereits mit diversen Krankheiten an ihre neuen Besitzer weiterverkauft. Bis die neuen Halter merken, dass mit dem Welpen etwas nicht stimmt, ist es oft schon zu spät. Es steht dem Tier ein langer Leidensweg bevor oder er verstirbt sogar innerhalb kürzester Zeit. Besonders bei Welpen bleibt ein Therapieversuch nämlich leider oft ohne Erfolg.

Doch nicht nur die Wühltischwelpen sind von Staupe betroffen. Auch Ihren Dalmatiner kann die Krankheit heimsuchen. Falls er Kontakt zu einem infizierten Tier hatte, beispielsweise. Dies muss nicht zwingend ein anderer Hund sein, sondern auch Marder oder Füchse können das Virus weitergeben. Da sich der Staupeerreger in den Körperflüssigkeiten von kranken Tieren befindet, kann auch indirekt eine Ansteckung erfolgen. Sollten Sie mit Ihrem Dalmatiner also viel im Wald unterwegs sein, sollten Sie den Impfschutz regelmäßig auffrischen lassen.

Übrigens ist Staupe auch über Kleidung, Hände, Gegenstände und Oberflächen übertragbar! Sie selbst können den Erreger also auch übertragen.

Ohne eine Impfung überleben weniger als die Hälfte aller erkrankten Hunde. Ehe die Impfung in den Sechziger Jahren eingeführt wurde, galt Staupe als die verlustreichste Erkrankung bei Hunden. Sollte der Kampf gegen die gefährliche Krankheit wider Erwarten gewonnen werden, so behalten viele Tiere bleibende Schäden zurück. Dazu zählen neben Blindheit auch Epilepsie oder starke Gleichgewichts- und Koordinationsschwierigkeiten. Bekannt ist auch das typische Staupegebiss.

Die Symptome für Staupe lassen nicht immer sofort auf die Krankheit schließen, da sie je nach betroffener Körperregion völlig unterschiedlich ausfallen können.

Je nachdem, welche Gewebe, Zellen oder Organe betroffen sind, können sich unter anderem folgende Symptome bei Staupe zeigen:

  • Fieber oder Fieberschübe
  • Abgeschlagenheit
  • Probleme mit der Atmung
  • Orientierungslosigkeit
  • Koordinationsprobleme
  • Kopfschiefhaltung
  • Magen- und/oder Darmprobleme
  • Die Ballen der Pfoten beginnen zu verhornen
  • Frisst schlecht oder gar nicht
  • Krämpfe
  • Speicheln
  • Verhaltensänderungen, wie beispielsweise plötzliche Aggressivität

Am häufigsten von Staupe betroffen sind der Verdauungstrakt, die Atemwege und das Nervensystem. Ist Letzteres betroffen, so gibt es meist keine Hoffnung auf Heilung. Wenn das Zentrale Nervensystem befallen ist, endet Staupe in den allermeisten Fällen leider tödlich. Der Verlauf ist dann meist sehr rasch und einige Hunde sterben, ohne je deutliche Krankheitsanzeichen gezeigt zu haben.


Was ist die Grundimmunisierung des Dalmatiners?

Welpen kommen mit einem natürlichen Nestschutz auf die Welt. Die Mutterhündin gibt wertvolle Antikörper bereits vor der Geburt und später durch die Milch an ihre Welpen weiter. Die Anzahl dieser für die Immunabwehr wichtigen Antikörper sinkt allerdings in den Wochen nach der Geburt stetig ab und es entsteht die sogenannte immunologische Lücke. Dies ist die Zeit zwischen dem natürlichen Nestschutz und dem Schutz durch die Impfung. Diese Lücke soll bei der Grundimmunisierung durch wiederholte Impfungen geschlossen werden.

Dabei erhält der Dalmatinerwelpe meist mit 8, 12 und 16 Wochen seine ersten Injektionen. Bei besonderer Gefährdung kann jedoch bereits in der 6. Lebenswoche mit einer Immunisierung begonnen werden. Das Wiederholen der Impfung ist wichtig, da der Nestschutz bei den Welpen nicht immer zur gleichen Zeit seine Wirkung verliert (Schutz wenige Wochen bis zu 4 Monate). Solange er jedoch noch vorhanden ist, kann eine Impfung wegen der mütterlichen Antikörper im Blut womöglich nicht richtig greifen.

Es wird dabei nicht gegen jede Krankheit einzeln geimpft, sondern der Hund erhält Kombi-Präparate, die ihn gleich gegen eine ganze Reihe von Krankheiten schützt. So werden die Besuche beim Tierarzt und die Anzahl der Injektionen gering gehalten. In erster Linie stehen natürlich die Core-Impfungen im Vordergrund. Ein Schutz sollte hier so früh wie möglich erfolgen. Die Grundimmunisierung gilt als abgeschlossen, wenn der Dalmatiner vor Ende des zweiten Lebensjahres seine letzte Impfung erhält.

Was passiert bei der Impfung?

In den Impfseren befinden sich entweder tote oder sehr stark abgeschwächte aber noch lebende Erreger. Nach der Impfung reagiert das Immunsystem des Hundes auf diese Eindringlinge und beginnt mit der Bildung passender Antikörper und Gedächtniszellen. Sein Immunsystem wird also trainiert und für den Ernstfall auf den echten Erreger vorbereitet.

Die Impfung hat als Ziel im Körper Antikörper zu bilden.
Wird der Dalmatiner geimpft, bildet er Antikörper aus.
Falls er später tatsächlich von den Krankheitserregern infiziert wird, stehen die entsprechenden Antikörper schon bereit. Das Immunsystem des geimpften Hundes kann die Infektion besiegen, bevor sich Krankheitssymptome entwickeln.

Kommt es nun tatsächlich zu einem Kontakt mit dem Wildtyp des Erregers, so reagiert das Immunsystem dank Gedächtniszellen und bereits vorhandener Antikörper viel schneller und effektiver, die Krankheit zu bekämpfen oder erst gar nicht ausbrechen zu lassen. Sollte es zu einer Infektion kommen, verläuft die Krankheit meist sehr viel milder und weniger dramatisch.

Da die Grundimmunisierung bereits beim Züchter gestartet wird, erhalten Sie bei Abholung Ihres Welpen immer auch den Impfausweis mit dazu. Dies kann entweder der gelbe Impfpass sein oder der blaue EU-Heimtierausweis. Letzterer ist mittlerweile eigentlich die Regel. Dieser Ausweis gilt zum einen der Identifizierung des Hundes, es werden dort jedoch auch alle erhaltenen Impfungen des Dalmatiners vermerkt. Ebenso notiert der Tierarzt, wann welche Auffrischimpfung fällig wird. Sie sollten die Grundimmunisierung des Dalmatiners nach der Übergabe gewissenhaft fortsetzen und ihn so zuverlässig vor den meisten gefährlichen Krankheiten schützen.

Wichtig:
Falls Sie keinen Welpen gekauft, sondern einen Dalmatiner in Not bei sich aufgenommen haben, ist eine Immunisierung natürlich trotzdem noch möglich. Selbst dann, wenn er nie eine Grundimmunisierung bekommen hat. Hunde aus dem Tierschutz werden eigentlich immer standardmäßig durchgeimpft, ehe sie an ihre neuen Besitzer übergeben oder nach Deutschland gebracht werden.

Was ist eine Auffrischimpfung und wie oft muss mein Dalmatiner diese erhalten?

Nach erfolgreicher Grundimmunisierung benötigt Ihr Dalmatiner nur noch Auffrischimpfungen, die in unterschiedlichen Intervallen vorgenommen werden. Dies ist notwendig, da Gedächtniszellen nicht unsterblich sind und regelmäßig an die diversen Erreger erinnert werden sollen. Außerdem wird so die Produktion von Antikörpern neu angeregt und der Schutz aufrechterhalten.

Von der gängigen Praxis den Hund jährlich komplett durchzuimpfen haben die Tierärzte mittlerweile zum Glück Abstand genommen. Der Dalmatiner erhält seine Auffrischimpfungen je nach Impfstoff nämlich nur noch alle 3, 5 oder sogar 7 Jahre. Die Leptospirose bildet die einzige Ausnahme. Hier wird immer noch jährlich aufgefrischt, manchmal ist sogar eine halbjährliche Impfung angeraten.

Die empfohlenen Impfintervalle können Sie bei der Ständigen Impfkommission Vet. nachlesen oder Sie studieren die Beipackzettel des jeweils verwendeten Impfserums (Lassen Sie sich die Beipackzettel vom Tierarzt mitgeben). Sie können auch anhand des Aufklebers im Impfbuch erkennen, welches Präparat von welchem Hersteller verwendet wurde.

Auf den Internetseiten der entsprechenden Firma ist häufig einzusehen, wie lange der Impfschutz gewährleistet sein sollte und wann eine Wiederholungsimpfung fällig wird. Sie können in den allermeisten Fällen jedoch dem Tierarzt vertrauen und entnehmen die nächste Auffrischimpfung für Ihren Dalmatiner einfach dem Eintrag im Impfausweis.


Gibt es Risiken, wenn ich meinen Dalmatiner impfen lasse?

Eine verabreichte Impfung ist nichts anderes als ein Medikament. Und da alle Medikamente Nebenwirkungen haben, bildet das Impfserum keine Ausnahme. Milde Nebenwirkungen kommen kurz nach einer Impfung durchaus vor. Dazu zählen:

  • Rötung und/oder Schwellung an der Einstichstelle
  • Leichtes Fieber
  • Müdigkeit
  • Schmerzempfindlich bei Druck oder Berührung der Einstichstelle

Diese Symptome sind nur von kurzer Dauer und tatsächliche Komplikationen kommen sehr selten vor. Trotzdem wird kaum ein Thema so leidenschaftlich diskutiert, wie der Sinn und Unsinn von Impfungen. Warum ausgerechnet ein so wichtiger Schutz für den Dalmatiner von vielen abgelehnt wird, bleibt dabei fraglich. Bei anderen verabreichten Medikamenten, wie Salben, Schmerzmitteln oder Wurmkuren macht sich kaum jemand die Mühe die Beipackzettel zu studieren und mögliche Nebenwirkungen in Erfahrung zu bringen.

Die oben genannten leichten Nebenwirkungen einer Impfung beeinträchtigen den Dalmatiner kaum. Sie sind hingegen ein Anzeichen dafür, dass sein Immunsystem auf die injizierten Erreger reagiert und mit deren Bekämpfung begonnen hat.

Wer sich fragt, ob eine Impfung tatsächlich notwendig ist, sollte sich vor Augen führen, dass es für den Hund wesentlich einfacher und gefährlicher ist, sich mit diversen Krankheiten zu infizieren, als eine tatsächliche Impfkomplikation davonzutragen. Wer einmal an Staupe und Co erkrankte Hunde gesehen und vielleicht sogar daran hat elendig sterben sehen, wird seinem Vierbeiner ein solches Schicksal sicherlich ersparen wollen.

Was sind Impfkomplikationen?

Die Wahrscheinlichkeit für eine echte Impfkomplikation, also eine schwerwiegende Nebenwirkung, ist zum Glück schwindend gering. Der Nutzen der Impfung überwiegt das kleine Risiko bei Weitem. Es werden unterschiedliche Kategorien für Komplikationen unterscheiden.

1. Der Impfschaden

Hier kann es zu allergischen Reaktionen auf die Impfung kommen. Auch Abszesse an der Einstichstelle sind möglich, ebenso wie in Mitleidenschaft gezogene Organe. Eine rasche Verschlechterung des Allgemeinzustandes des Hundes tritt oft kurz nach der Injektion auf und macht sich in manchen Fällen sogar noch in der Tierarztpraxis bemerkbar.

2. Impfdurchbruch

Es kann vorkommen, dass Ihr Dalmatiner eine Krankheit bekommt, gegen die er eigentlich durch die Impfung geschützt sein sollte. Dies kann unter folgenden Umständen vorkommen:

  • Es gab bereits Kontakt zum Erreger, noch ehe der Hund geimpft wurde.
  • Bei kranken Tieren greift eine Impfung möglicherweise nicht richtig, da das Immunsystem bereits anderweitig beschäftigt ist. Darum sollten nur absolut gesunde Hunde geimpft werden.
  • Eine Wurmkur vor einer anstehenden Impfung macht Sinn, da Würmer das Immunsystem ebenfalls schwächen.
  • Welpen, die noch mütterliche Antikörper im Blut haben, reagieren nicht im gewünschten Umfang auf die Impfung.
  • Manche Krankheiten (z.B. Leptospirose) werden durch unterschiedliche Erregerstämme hervorgerufen. Einige Impfungen wirken allerdings nur gegen bestimmte Stämme.

3. Impferkrankung

Die Wahrscheinlichkeit für diese Erkrankung geht gegen Null. Sie kann nur vorkommen, wenn ein Produktionsfehler bei der Herstellung des Impfserums aufgetreten ist. Strenge Auflagen und permanente Kontrollen während und nach der Produktion der Impfstoffe machen dies jedoch so gut wie unmöglich.

Die Impferkrankung könnte im seltenen Falle eines Fehlers auftreten, weil die Erreger bei der Produktion des Medikaments nicht oder nur unzureichend abgetötet bzw. abgeschwächt worden sind. Würde der Dalmatiner nun mit diesem Impfserum geimpft, käme er mit den völlig intakten Bakterien oder Viren in Kontakt und erkrankt.


Warum braucht jeder Dalmatiner einen Impfausweis?

Mittlerweile ist es gängige Praxis, dass jeder Dalmatinerwelpe von einem seriösen Züchter einen Impfausweis erhält. Hier werden die Daten des Hundes festgehalten und seine Mikrochipnummer vermerkt. So kann das Tier eindeutig identifiziert werden.

gelber Impfpass vom Züchter
Das gelbe Impfbuch wird dabei nur noch selten ausgestellt. Die meisten Züchter und Halter bevorzugen hingegen den blauen EU-Heimtierausweis.

Darüber hinaus werden auch sämtliche Impfungen eingetragen, sowie die jeweils nächste fällige Auffrischung. Dies geschieht immer mit Unterschrift und Stempel des Tierarztes. Auch Wurmkuren und weitere Behandlungen können im Impfpass festgehalten werden.

Das gelbe Impfbuch wird dabei nur noch selten ausgestellt. Die meisten Züchter und Halter bevorzugen hingegen den blauen EU-Heimtierausweis.

Dies macht beispielsweise Sinn, wenn der Dalmatiner mit in den Urlaub fahren soll und es dabei über die deutsche Grenze hinaus geht. Dann ist der EU-Ausweis tatsächlich immer Pflicht. Er fungiert nicht nur als „Reisepass“ des Hundes, sondern die Tollwutimpfung spielt hier in besonderer Weise eine wichtige Rolle. Diese ist verpflichtend für Reisen ins Ausland und wer ohne eine gültige Impfung (sie muss mindestens 30 Tage zurückliegen, aber sollte nicht älter als 12 Monate sein) erwischt wird, muss mit harten Strafen rechnen und darf unter Umständen nicht weiterreisen. Mehr noch: Ihr Hund könnte für Wochen in Quarantäne kommen oder sogar eingeschläfert werden. Bei unzureichendem Impfstatus also lieber den Hund bei Bekannten oder in einer Tierpension lassen.

Das solche Regelungen Wirkung zeigen beweisen die wenigen Tollwutfälle innerhalb Europas. In weiten Teilen des Kontinents gilt sie bereits als nahezu ausgerottet und häufig tritt die gefährliche Erkrankung nur noch bei Wildtieren und in seltenen Ausnahmefällen auch bei Haustieren auf.


Welche Impfungen sind sonst noch für meinen Dalmatiner sinnvoll?

Herpesvirus

Das Herpesvirus ist für erwachsene Hunde normalerweise nicht gefährlich und darum gehört diese Impfung auch nicht zu den Core-Impfungen. Allerdings ist die Krankheit durchaus sehr gefährlich für ungeborene oder junge Welpen. Stecken diese sich im Mutterleib, während der Geburt oder kurz danach bei der Zuchthündin an, führt dies unter Umständen zu dem bei Züchtern gefürchteten Welpensterben, oder die Tiere behalten bleibende Schäden davon. Dazu zählen beispielsweise Taubheit und Blindheit.

Darum wird die Zuchthündin vor einem Deckakt immer mittels Abstrich auf eine bereits durchgemachte Herpesinfektion untersucht. Hatte sie bereits Kontakt zum Erreger, ist eine Impfung nicht nötig, da bereits Antikörper von ihr gebildet wurden. Hatte sie die Erkrankung hingegen nicht, sollte lange vor der Wurfplanung geimpft werden. Käme sie nämlich während der Trächtigkeit zum ersten Mal mit dem Herpesvirus in Kontakt, könnte dies böse für die Welpen enden.

Borreliose (Lyme Krankheit)

Diese Krankheit wird ausschließlich durch Zecken übertragen. Es gibt zwar eine Impfung, allerdings wirkt diese nur gegen bestimmte Erregerstämme und ist darum nur denen ans Herz zu legen, die in besonders gefährdeten Gebieten leben oder häufig mit ihrem Dalmatiner im Wald unterwegs sind.

Sie können den Hund jedoch am besten vor einer Infektion schützen, wenn Sie ihn nach jeder Gassirunde kurz nach Zecken absuchen. Die kleinen Spinnentierchen sind im weißen Fell meist gut sichtbar und brauchen oft eine ganze Weile, bis sie eine geeignete Stelle für ihre Blutmahlzeit gefunden haben. So können Sie die Zecke oft entfernen, noch ehe sie zugebissen hat. Denn meist kommt es erst zu einer Infektion mit Borreliose, wenn eine ansteckende Zecke mindestens 24 Stunden auf dem Hund verbracht und Blut gesaugt hat. Im schlimmsten Fall kann eine Borrelioseerkrankung dabei tödlich enden.

Symptome für Borreliose sind:

  • Kein Appetit
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Lahmen
  • Typische Wanderröte an der Bissstelle
  • Bewegungsunlust
  • Fieber / Fieberschübe
  • Gelenkentzündungen

Zwingerhusten

Diese Impfung gehört auch zu den None-Core-Komponenten und sollte nur verabreicht werden, wenn der Hund oft Kontakt zu vielen anderen Artgenossen hat. Dies ist beispielsweise in großen Zuchtbetrieben der Fall oder wenn der Hund häufig in einer Tagesbetreuung oder Tierpension ist. Allerdings ist eine Ansteckung auch in einer Tierarztpraxis oder in der Hundeschule möglich.

Das verwendete Impfserum schützt allerdings nur vor zwei Erregerstämmen. Darum könnte Ihr Dalmatiner trotzdem an Zwingerhusten erkranken. Typisch für das Krankheitsbild sind der bellende und sehr hartnäckige Husten, der oft noch von Würgen begleitet wird. Auslöser für Zwingerhusten sind sowohl Viren, als auch Bakterien. Sogar Mischformen kommen vor.

Menü schließen